M.Herzhofer erneut in FECIF Vorstand gewählt. Arbeitsschwerpunkte…

Veröffentlicht am Montag, 29. Juni 2026, 09:21

Michael Herzhofer, und Vorsitzender der AFPA (Association of Financial Professionals Austria) und Geschäftsführer der Secura Maklergruppe wurde in der Vorwoche einstimmig für weitere drei Jahre in den Vorstand der FECIF (European Federation of Financial Advisers and Intermediaries) wiedergewählt.
Gleichzeitig wurde Vania Franceschelli erneut zur Vorsitzenden der FECIF bestellt. Eine klare Agenda steht auf dem Programm für die nächsten Jahre. Details unten anbei.

Fokus auf kompetente Beratung, weniger Bürokratie und zukunftsfähige Vorsorge.

Wien/Brüssel – Michael Herzhofer, und Vorsitzender der AFPA (Association of Financial Professionals Austria) und Geschäftsführer der Secura Maklergruppe wurde in der Vorwoche einstimmig für weitere drei Jahre in den Vorstand der FECIF (European Federation of Financial Advisers and Intermediaries) wiedergewählt.
Gleichzeitig wurde Vania Franceschelli erneut zur Vorsitzenden der FECIF bestellt.

Die einstimmigen Wiederwahlen unterstreichen das große Vertrauen in den bestehenden Vorstand und bestätigen den erfolgreichen Kurs der vergangenen Jahre. Unter der bisherigen Führung hat sich die FECIF als wichtige Brücke zwischen europäischer Politik und der Branche der Finanzberater und Versicherungsvermittler etabliert. „Die kontinuierliche und engagierte Teamarbeit im Vorstand ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor“, betonte Franceschelli nach ihrer Wiederwahl. Dieser Ansicht schließt sich Michael Herzhofer an.

Klare Agenda für die kommenden Jahre

Herzhofer skizziert seine inhaltlichen Prioritäten für die neue Funktionsperiode:
„Unser Ziel ist es, die qualifizierte menschliche Beratung in Europa nachhaltig zu sichern und zu stärken. Gerade in Zeiten von Digitalisierung und KI brauchen Konsumentinnen und Konsumenten Orientierung, Verantwortung und persönliche Begleitung.“

Gleichzeitig kündigt Herzhofer an, sich weiterhin für ausgewogene Rahmenbedingungen („level playing field“) einzusetzen: „Wir werden weiterhin mit Nachdruck daran arbeiten, unnötige Bürokratie abzubauen, Regulierungen verhältnismäßig auszugestalten und faire Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer zu gewährleisten.“

Ein besonderer Fokus liegt auf der privaten und betrieblichen Vorsorge:

„Europa steht vor enormen Herausforderungen durch die Überalterung. Wir brauchen intelligente steuerliche Anreize, um private und betriebliche Vorsorge zu stärken. Nur so können wir Versorgungslücken schließen und die staatlichen Systeme langfristig entlasten. Wir könnten uns etwa das Vorsorgekonto als Vorbild nehmen, das andere Länder bereits für die Vorsorgen für Alter, Krankheit, Pflege etc. steuerfrei eingerichtet haben.“

FECIF: AFPA’s Stimme der Branche in Europa

Die 1999 gegründete FECIF vertritt die Interessen von Finanzberatern und Versicherungsvermittlern auf europäischer Ebene. Ihre Kernaufgabe besteht darin, die Stimme der Branche gegenüber EU-Institutionen hörbar zu machen und gleichzeitig nationale Verbände – wie die AFPA – frühzeitig über regulatorische Entwicklungen zu informieren. Damit können sich Mitglieder aktiv in Gesetzgebungsprozesse einbringen und ihre Unternehmen rechtzeitig auf neue Rahmenbedingungen vorbereiten.

In den kommenden Jahren werden sich AFPA und FECIF insbesondere dafür einsetzen:

  • die qualifizierte persönliche Beratung als zentralen Bestandteil des Verbraucherschutzes zu verteidigen,
  • eine regulatorische Schieflage zugunsten rein digitaler oder unregulierter Anbieter wie FinFluencer zu verhindern,
  • sowie die Rolle selbständiger Berater und Vermittler in einer zunehmend komplexen Finanzwelt zu stärken.

AFPA: Aktive Interessenvertretung aus Österreich

Die AFPA bringt sich als österreichischer Branchenverband aktiv in die europäische Arbeit ein. Zu den aktuellen Schwerpunkten zählen:

  • Einsatz für ein „Level Playing Field“ im Zuge von Open Insurance und Open Finance,
  • Entbürokratisierung und verhältnismäßige Regulierung, insbesondere für kleinere Betriebe,
  • Unterstützung der Mitglieder bei der Umsetzung von DORA- und NIS2-Anforderungen,
  • sowie ein risikobasierter Ansatz bei KI-Regulierung, um die Vielfalt der Beratungslandschaft zu erhalten.


Zugleich positionieren sich AFPA und FECIF klar gegen Entwicklungen, die qualifizierte Beratung künftig zu benachteiligen. Hintergrund sind aktuelle Diskussionen rund um Retail Investment Strategy (RIS) und PEPP-Reform, in denen persönliche Beratung zunehmend als Kostenfaktor dargestellt wird. „Unser Auftrag ist es, immer wieder den Wert hochwertiger Beratung hervorzuheben – für echten Verbraucherschutz und nachhaltige Finanzentscheidungen“, so Herzhofer.

 

Demografischer Wandel als zentrale Herausforderung

Ein Schwerpunkt der kommenden Jahre wird der Umgang mit den Folgen der Überalterung sein. Eine AFPA-Studie zeigt, dass insbesondere Menschen über 60 häufig unzureichend beraten und versorgt sind. Diese sogenannte „Mangel-Versorgung“ stellt nicht nur ein soziales Problem dar, sondern auch eine zentrale Herausforderung für Politik und Wirtschaft.

Herzhofer betont: „Es kann nicht sein, dass Menschen ab einem gewissen Alter von qualifizierter Beratung ausgeschlossen werden. Wir sehen es als unsere Aufgabe, auch dieser wachsenden Zielgruppe passende Lösungen anzubieten.“

Ziel sei eine Win-Win-Win-Situation: bessere Absicherung für ältere Menschen, Entlastung der Sozialsysteme und gleichzeitig neue Chancen für Berater und Vermittler.

Fazit

Mit der Wiederwahl von Michael Herzhofer bleibt die österreichische Perspektive weiterhin stark in der europäischen Interessenvertretung verankert. Gemeinsam mit der FECIF und der AFPA will Herzhofer die Rahmenbedingungen für selbständige Berater und Vermittler verbessern, Bürokratie reduzieren und entscheidende Impulse für eine nachhaltige Alters-, Krankheits-, Pflegevorsorge in Europa setzen.

Weitere Details dazu hier:  AFPA_Presseaussendung_Herzhofer in FECIF-Vorstand gewaehlt-juni 26 final
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