Am 15. 10. findet in Wien am Vormittag das AFPA-Mitglieder-Meeting und nachmittags der AFPA-Marktdialog statt. Sowohl live, als auch via TEAMS. Beim Mitglieder-Meeting warten interessante Vorträge, für die es auch Zertifikate für die gesetzliche Weiterbildung geben wird. Details dazu unten anbei.

15. Oktober 2026, 9:00 bis 12:00 Uhr: AFPA-Mitglieder-Meeting und jährliche Mitgliederversammlung

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9:00 Begrüßung, Organisatorisches
Michael Herzhofer, Chairman, gibt eine Leistungs-Rückschau auf das arbeitsreiche Jahr
Neben „normaler“ Lobbying-Tätigkeit, nahm die Bearbeitung wichtiger Branchen-Themen, wie etwa steuerliche Anreize für die private und berufliche Vorsorge, Senioren-Benachteiligung und Bürokratie-Abbau viel Zeit und Energie in Anspruch.

9:30 Die neue RIS: Mehr Kundenschutz, mehr Dokumentation, mehr Haftung? Praktische Umsetzung, Auswirkungen auf die Kundenberatung.

Die Retail Investment Strategy (RIS) ist ein EU-Reformpaket für den Vertrieb von Finanz- und Versicherungsanlageprodukte an Kleinanleger. Es ändert mehrere bestehende Richtlinien wie MiFID, Solvency II und OGAW und passt außerdem die PRIIP-Verordnung an. Ziel ist ein einheitlicherer Anlegerschutz, mehr Transparenz, ein stärkeres Value-for-Money-Prinzip und klarere Regeln zu Provisionen, Interessenskonflikten und digitaler Informationen. Nach monatelangen Verhandlungen auf EU-Ebene wurde im Dezember 2025 eine politische Einigung erzielt, die Veröffentlichung der finalen Gesetzestexte wird bis Ende des Jahres 2026 erwartet. Ein Überblick über den aktuellen Stand sowie Ausblick auf das, was die Finanz- und Versicherungswirtschaft nun erwartet.
RA Mag. Stephan Novotny informiert über

    • Zielsetzung und Hintergrund der RIS (Kleinanleger-Richtlinie)
    • Neuerungen gegenüber der bisherigen Rechtslage
    • Zeitplan und Umsetzungsfristen
    • Auswirkungen auf die Beratung (Value for money, Kundeninformationen, Geeignetheits- und Angemessenheitsprüfung, Interessenkonflikte…)
    • Anpassungen im Vermittlerbetrieb
    • Finanzbildung und FinFluencer


10:30 Kaffeepause
10:50
Europas digitale Resilienz. Warum technologische Abhängigkeit von IT-Giganten vom Geschäfts- zum Sicherheitsrisiko wurde.
Mag. Günther Zikulnig informiert über:
Software und digitale Infrastrukturen sind inzwischen das Rückgrat der Wirtschaft, werden häufig aber noch immer nur als unproduktive und kostspielige Nebenfunktion gesehen. Im Mittelpunkt steht noch immer „funktionieren“ und nicht „sicher funktionieren“. Das führt immer mehr zu einer immensen Verwundbarkeit. Anhand realer Beispiele zeigt der Vortrag, wie geopolitische Konflikte, Technologie-Abhängigkeiten und Cyberrisiken die Handlungsfähigkeit von Unternehmen und Staaten beeinflussen.
Wie sieht der Plan der EU aus, um die digitale Unabhängigkeit Europas voranzutreiben? Wie helfen DORA, NIS2, FIDA, digitaler Euro, die Resilienz des Finanzsystems zu erreichen?
Und: Was können/müssen Unternehmen bereits heute tun, um ihre digitale Resilienz zu stärken?

11:50 Organisatorisches
ca. 12:20 Ende