AFPA-Marktdialog, 15. Oktober 2026
„Regulatorik, Rendite, Ruhestand: Warum die RIS ohne Finanzbildung ihr Ziel verfehlt“
Die demographische Entwicklung und die steigende Lebenserwartung stellen alle nationalen Pensions- und Gesundheitssysteme in Europa vor große Herausforderungen.
EIOPA, die Europäische Versicherungsaufsicht hat das Schließen der daraus resultierenden Versorgungslücken, der s.g. „protection gaps“ in ihrem aktuellen Arbeitsprogramm zum Ziel gemacht.
AFPA als Impulsgeber: Von der Problem-Analyse zur Lösung!
Die private und betriebliche Altersvorsorge ist in Österreich unterentwickelt. Das zeigen internationale Vergleiche (mögliches Vorbild könnten hier etwa die Niederlande sein) ganz deutlich auf.
Viele Menschen treffen Anlageentscheidungen ohne ausreichendes Wissen. Sicherheit wird mit Sparbuch verwechselt, trotz stetigem Realverlust durch niedrige Zinsen und hoher Inflation.
Konkrete Zahlen: Laut Auswertung der Österreichischen Nationalbank (2025/09) liegt ein Großteil des Geldvermögens österreichischer Haushalte (194 Mrd. Euro bzw. 23 %) auf täglich fälligen, kaum verzinsten Sparbüchern und -konten. Insgesamt entfallen 37 % des Vermögens auf Einlagen – deutlich mehr als gebundene Formen – womit unverzinste Sparformen weiterhin dominieren.
Zusammengefasst: Österreich spart viel, sorgt aber zu wenig vor. Milliarden liegen auf niedrig verzinsten Konten, während die private Altersvorsorge hinter dem Bedarf zurückbleibt. Die Folge sind wachsende Vorsorgelücken und ein reales Risiko von Altersarmut.
Mit der Retail Investment Strategy (kurz RIS) will die EU den Zugang zu Kapitalmarktprodukten zwar verbessern und private, betriebliche Veranlagung fördern. Jedoch ohne ausreichende Finanzbildung droht dieser neue Rahmen jedoch wirkungslos zu bleiben, denn: Viele Menschen treffen Anlageentscheidungen ohne ausreichendes Wissen. Sicherheit wird mit Sparbuch verwechselt – trotz Realverlust.
Zentrale Frage: Wie viel Finanzbildung braucht eine funktionierende Altersvorsorge?
Und welche Rolle spielt sie im Zusammenspiel mit Regulierung, Beratung und steuerlichen Anreizen?
Das wollen wir am 15. 10. ab 14:30 Uhr beim heurigen AFPA-Marktdialog mit ausgewählten Experten diskutieren und aufzeigen, dass Finanzbildung ein Schlüsselfaktor für verstärktes Problembewusstsein und damit vermehrte private und betriebliche Altersvorsorge ist.
Am Podium erwarten Sie:
Patrick Lobis, Vertreter der Europäischen Kommission in Österreich
MMag. Dr. Martin Ramharter, Legist für Versicherungsrecht (IDD, RIS) im Bundesministerium für Finanzen
Mag. Christian Prantner, Leiter Finanzdienstleistungen (Banken, Versicherungen), Arbeiterkammer Wien
Michael Herzhofer, BA MA, AFPA-Obmann, Geschäftsführer der Secura-Versicherungsmakler-Gruppe
OFFENE Veranstaltung für Jedermann via TEAMS.
AFPA Mitglieder können auch vor Ort anwesend sein. Achtung: Begrenzte Sitzplatz-Zahl, daher bei Interesse bereits jetzt Platz reservieren: gw@afpa.at.
Anmeldungen (sowohl für TEAMS-, als auch VOR-ORT-Teilnahme) via Formular hier…
Mehr Details zu Inhalt, Referenten und Diskutanten erfahren Sie hier…
Mögliche Rückfragen richten Sie bitte an Mag. Günter Wagner unter gw@afpa.at
Der AFPA-Vorstand freut sich auf Ihre zahlreichen Anmeldungen!