Kategorie Kleinanleger-RL

Compliance wird zum Tagesgeschäft. Was Finanz- & Versicherungsberater jetzt brauchen.

Die Regulierungsflut im Finanz- und Versicherungsvertrieb trifft vor allem kleine Unternehmen. Was früher mit Hausverstand und Aktenordner funktionierte, erfordert heute saubere Dokumentation, digitale Prozesse und rechtliche Präzision. Besonders im Schadensfall zeigt sich, wie wichtig professionelle Unterstützung und strukturierte Abläufe sind. Viele, besonders KMU, stoßen hier an ihre Grenzen.

Die Lösung liegt zunehmend in Kooperationen, Verbünden und modernen Ökosystemen, die Infrastruktur, Rechts- und Schadenkompetenz sowie IT‑Sicherheit bündeln. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen durch neue EU‑Regelwerke wie DORA, NIS2, KI‑Regulierung und bald FiDA.

Finanzberatung im Zentrum der Spar‑ und Investitionsunion

Während die Europäische Union die Spar‑ und Investitionsunion (SIU) vorantreibt, bleibt ein Element für ihren Erfolg zentral: Die Finanzberatung. Der Zugang der Bürger zu Kapitalmärkten und die Erweiterung der Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen gehören zu den Kernzielen der SIU. Doch diese Ziele lassen sich nicht allein durch Regulierung oder Produktgestaltung erreichen. Ohne hochwertige Beratung könnten Bürger weiterhin zögern zu investieren, und das Versprechen eines wirklich integrierten europäischen Finanzmarktes würde theoretisch bleiben. Die weiteren Überlegungen zu den Aspekten komplexe Produkte, Risiken, Hemmschwellen und Unsicherheit abbauen, Fehlentscheidungen vermeiden und finanzielle Entscheidungen an langfristigen Zielen auszurichten, finden Sie unten anbei.

RIS: Abschluss der technischen Verhandlungen zum Retail Investment Package

Am 16.3. wurden die technischen Verhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament und dem Rat der EU über das Retail Investment Package (RIS, Kleinanleger-Richtlinie) abgeschlossen. Dieser Schritt ebnet den Weg für die Ratifizierung der interinstitutionellen Vereinbarung durch beide Institutionen. Im Anhang finden Sie eine Analyse durch das FECIF-Rechtsbüro und vorab die Vier-Spalten-Dokumente zur PRIIPs‑Richtlinie und PRIIPs‑Verordnung, die sich auf die gestrigen finalen technischen Verhandlungen beziehen.

ECON: Annahme INI-Bericht zur Finanzbildung

Der Wirtschafts- und Währungsausschuss (ECON) des Europäischen Parlaments hat soeben seinen Initiativbericht (INI) mit dem Titel „Finanzbildung und der Aufstieg von Finanz‑Influencern im Kontext der Spar- und Investitionsunion“ angenommen. Der Bericht wurde mit 45 Stimmen dafür, 3 dagegen und 1 Enthaltung verabschiedet. Eine Analyse des Berichts durch das Fecif-Rechtsbüro finden Sie unten anbei. 

ESMA-Schlussfolgerungen zur „Kleinanleger-Reise“ (Retail Investor Journey)

Ziel dieses „Call for Evidence“ (CfE) ist es, Rückmeldungen von Interessenträgern zu sammeln, um besser zu verstehen, wie Kleinanleger mit Anlagedienstleistungen interagieren und ob regulatorische oder nicht-regulatorische Hürden eine Beteiligung an den Kapitalmärkten behindern könnten. Eine Analyse des Fecif-Rechtsbüro finden Sie unten anbei.

Spar- und Investitionsunion (SIU): Debatte im EU-Parlament

Heute fand in der Plenarsitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg eine Debatte über die Spar- und Investitionsunion statt, mit besonderem Fokus auf die Notwendigkeit, die Integration der Kapitalmärkte zu beschleunigen. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und kurze Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen finden Sie unten anbei.

ESMA: Bericht zu Kosten und Performance von Retail-Anlageprodukten in der EU

ESMA, die Europäische Wertpapieraufsicht hat heute ihren Marktbericht 2025 zu den Kosten und der Performance von Retail‑Anlageprodukten in der Europäischen Union veröffentlicht. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und die Berichte finden Sie unten anbei.

RIS: Aktuelles 4-Spalten-Dokument von EU Parlament und Rat der EU

Heute können wir Ihnen – in der Hoffnung, dass dies von Interesse sein wird – das 4‑Spalten‑Dokument zur Retail Investment Strategy (RIS)‑Richtlinie vorab zur Verfügung stellen. 1.085 Seiten Lesestoff. Darin finden Sie in den einzelnen Spalten die Positionen der drei EU-Institutionen dargestellt. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro finden Sie unten anbei.

Ein geschäftiges, wegweisendes Jahr für die europäische Agenda im Finanzdienstleistungssektor

In ihrem Leitartikel analysiert Vania Franceschelli, FECIF Chairperson, die großen EU-Projekte, die im Vorjahr auf den Weg gebracht wurden und heuer mit der Umsetzung starten. Sie spricht von „einer außergewöhnlich dichten politischen Agenda im Bereich Finanzdienstleistungen (worin auch der Versicherungsbereich inkludiert ist). Stichworte dazu sind etwa Savings and Investments Union (SIU), Maßnahmen betreffend Zusatzpensionen (pension gap), Integration der Kapitalmärkte und Adaption bei der nachhaltigen Finanzierung. Zusammen werden diese Initiativen einen Großteil der regulatorischen Debatten und Umsetzungsarbeiten im kommenden Jahr prägen.

Im folgenden Editorial geht sie kurz auf die einzelnen Vorhaben ein. Eine gewisse Skepsis kann man durchaus herauslesen, besonders dann, wenn der „Verdacht entsteht“, dass man vielleicht mit weiterer Regulierung oder „regulatorischem Redesign“, „standardisierten Lösungen“ die Rolle der Berater und Vermittler am Markt reduzieren möchte. Das Editorial zum Nachlesen finden Sie unten anbei.

AFPA Arbeitsschwerpunkte 2026/27

Am 22. 1. stimmte sich der AFPA-Marktbeirat über die AFPA-Prioritäten des Jahres 2026 ab. Über allem steht weiterhin das Ziel, sich für den Erhalt selbständiger Versicherungsvermittlung und Finanzberatung in Österreich einzusetzen. Dabei orientieren wir uns an den Arbeitsprogrammen von EIOPA, ESMA, EBA und der Europäischen Kommission. Stichworte dazu: KI, Digitalisierung, DORA, NIS2, FIDA. Weiters Omnibus, SolvencyII, MiCAR, EU-Haftungsregelung neu, protection gaps etc. Weitere Details unten anbei.

RIS: Einigung zwischen EU Parlament und Rat der EU

Gestern haben der Rat der EU und das Europäische Parlament eine vorläufige Einigung über die Retail Investment Strategy (RIS) erzielt. Ziel ist, die Regeln zum Schutz von Kleinanlegern zu modernisieren und zu vereinfachen, die „Savings and Investments Union“ (SIU) zu unterstützen und die Regulierung der Finanzdienstleistungen in der EU zu straffen. Ziel sind Änderungen an mehreren EU-Finanzdienstleistungsrichtlinien, darunter MiFID, Solvency II, UCITS und AIFMD, sowie eine Verordnung zur Änderung der PRIIPs-Verordnung. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und die Dokumente finden Sie unten anbei.

Kommission: 2 Konsultationen zur Master-Verordnung und Master-Richtlinie (Marktintegrations-Paket, MIP)

Die Europäische Kommission hat zwei Konsultationen zum Market Integration Package (MIP) gestartet. Diese Initiative zielt darauf ab, ein stärker integriertes, effizientes und wettbewerbsfähiges europäisches Finanzsystem zu schaffen, indem die bestehenden Barrieren beseitigt werden, die sein volles Potenzial einschränken. Die Frist für die Einreichung von Beiträgen endet am 9. Februar 2026. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und den Link zu den Dokumenten finden Sie unten anbei.

RIS: Neue Vorschläge zu „Value for Money“ und „Inducements“

Heute informieren wir darüber, dass die Europäische Kommission beim jüngsten Trilog zur Retail Investment Strategy (RIS) – und im Einklang mit dem „Non-Paper“ zur Vereinfachung des Dossiers – einige überarbeitete Fassungen zentraler Artikel zu den Anforderungen an „Value for Money“ (VfM) und Zuwendungen vorgestellt hat. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und die Dokumente finden Sie unten anbei.

Update zum jüngsten RIS-Trilog, Ende Okt. 25

Laut unseren Quellen haben die Verhandlungsführer des Europäischen Parlaments und des Rates beim letzten Trilog zur Retail Investment Strategy (RIS) in Straßburg vereinbart, zwei wichtige Punkte auf die Ebene technischer Gespräche zu verlagern. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und Details zu den nächsten Schritten finden Sie unten anbei.

Update zu Trilogs-Verhandlungen RIS, FIDA und Spar- und Investitionskonten (SIAs)

Nachfolgend finden Sie eine kurze Zusammenfassung durch das FECIF-Rechtsbüro über wichtige Gesetzesmaterien, die heute im Policy Committee vorgestellt wurden. Der nächste Trilog ist für Ende Oktober vorgesehen. Ziel der dänischen Ratspräsidentschaft ist es, eine politische Einigung zur RIS zu erzielen. Mehr dazu und auch die Spar- und Investitionskonten finden Sie unten anbei.

Vorträge FIDA, KI, Omnibus: AFPA Mitglieder-Meeting, 9. 10. 2025

Am 9. 10. fand das AFPA-Mitglieder-Meeting statt. 3 interessante Vorträge finden Sie unten zum Herunterladen. Konkret: Open Insurance und FIDA; Bürokratie-Abbau dank Omnibus-Direktive & Aktueller Status zur KI-Regulierung und Update aus der EU.

RIS-Trilog: Einigung zu Finfluencern und finanzieller Bildung

Der Rat der EU und das Europäische Parlament haben – laut unseren Kontakten – in den Verhandlungen zur Retail Investment Strategy (RIS) am 9. Juli eine vorläufige Einigung zu zwei zentralen Aspekten erzielt: der Rolle von Finfluencern und Maßnahmen zur finanziellen Bildung. Mehr dazu finden Sie unten anbei.

9.10.: Vorträge AFPA Mitglieder-Meeting

Am 9. 10. findet in Wien am Vormittag das AFPA-Mitglieder-Meeting und nachmittags der AFPA-Marktdialog statt. Sowohl live, als auch via TEAMS. Beim Mitglieder-Meeting warten interessante Vorträge, für die es auch Zertifikate für die gesetzliche Weiterbildung geben wird. Details dazu unten anbei.

Kommission: Konsultation zu europäischen Spar- und Investitionskonten

Die Europäische Kommission hat kürzlich eine öffentliche Konsultation gestartet, um Rückmeldungen zu einer Empfehlung zur Einführung europäischer Spar- und Investitionskonten einzuholen. Die Frist für die Einreichung von Kommentaren endet am 8. Juli 2025. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und den Link zum Dokument finden Sie unten anbei.

Vorschläge zur Vereinfachung der RIS von den Niederlanden

Wir möchten Sie auf ein „Non-Paper“ (also nicht offizielles Papier) der Niederlande zur Vereinfachung administrativer Belastungen im Zusammenhang mit der Retail Investment Strategy (RIS) hinweisen, das von der niederländischen Delegation an die Arbeitsgruppe „Finanzdienstleistungen und Bankenunion (Retail Investment)“ des Rates der EU übermittelt wurde. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und das Dokument finden Sie unten anbei.