Kategorie Bürokratie

FECIF-Stellungnahme zur PEPP-Revision

Die FECIF-Stellungnahme wurde im Netzwerk erstellt, um an der Konsultation der Europäischen Kommission zu Änderungsvorschlägen für das paneuropäische private Altersvorsorgeprodukt (PEPP) teilzunehmen. Das ist ein Teil des umfassenderen Pakets für Zusatzrenten, das darauf abzielt, demografische Herausforderungen und Entwicklungen am Arbeitsmarkt zu bewältigen, indem betriebliche und private Altersvorsorgesysteme gefördert werden, die das Renteneinkommen diversifizieren, Lücken in den staatlichen Pensionen schließen und die finanzielle Sicherheit stärken. Die Stellungnahme und eine kurze Zusammenfassung finden Sie unten anbei.

Compliance wird zum Tagesgeschäft. Was Finanz- & Versicherungsberater jetzt brauchen.

Die Regulierungsflut im Finanz- und Versicherungsvertrieb trifft vor allem kleine Unternehmen. Was früher mit Hausverstand und Aktenordner funktionierte, erfordert heute saubere Dokumentation, digitale Prozesse und rechtliche Präzision. Besonders im Schadensfall zeigt sich, wie wichtig professionelle Unterstützung und strukturierte Abläufe sind. Viele, besonders KMU, stoßen hier an ihre Grenzen.

Die Lösung liegt zunehmend in Kooperationen, Verbünden und modernen Ökosystemen, die Infrastruktur, Rechts- und Schadenkompetenz sowie IT‑Sicherheit bündeln. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen durch neue EU‑Regelwerke wie DORA, NIS2, KI‑Regulierung und bald FiDA.

FECIF-Board-Meeting: AFPA präsentiert Ergebnisse zur privaten und betrieblichen Vorsorge

Michael Herzhofer nahm auch heuer teil und präsentierte den Anwesenden und via Videokonferenz zugeschalteten Vorständen die Ergebnisse der AFPA-Überlegungen, wie man die private und betriebliche Vorsorge in Österreich fördern könnte und sollte, um das staatliche Pensionssystem in Österreich zu entlasten und Versorgungslücken zu schließen. Weitere Schwerpunkt-Themen waren das FECIF-Whitebook (an dem AFPA mitgearbeitet hat) und Kredit- und Hypothekenvermittlung. Weitere Details dazu unten anbei.

Fragebogen der zyprischen Ratspräsidentschaft zur Zukunft von FiDA

Heute erfuhren wir, dass die Diskussionen über den vorgeschlagenen Financial Data Access (FiDA)‑Rechtsakt wieder aufgenommen werden könnten, da die EU‑Mitgliedstaaten aufgefordert wurden, bis zum 10. April 2026 zu entscheiden, ob die Verhandlungen über das seit letztem Sommer blockierte Dossier erneut aufgenommen werden sollen.

Nach den vorliegenden Informationen hat die zyprische Ratspräsidentschaft einen Fragebogen an die nationalen Regierungen verschickt, um Orientierung sowohl hinsichtlich der politischen Bereitschaft zur Wiederbelebung der Initiative als auch zur möglichen inhaltlichen Ausrichtung der künftigen Arbeiten zu erhalten. Mehr Details dazu finden Sie unten anbei.

Finanzberatung im Zentrum der Spar‑ und Investitionsunion

Während die Europäische Union die Spar‑ und Investitionsunion (SIU) vorantreibt, bleibt ein Element für ihren Erfolg zentral: Die Finanzberatung. Der Zugang der Bürger zu Kapitalmärkten und die Erweiterung der Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen gehören zu den Kernzielen der SIU. Doch diese Ziele lassen sich nicht allein durch Regulierung oder Produktgestaltung erreichen. Ohne hochwertige Beratung könnten Bürger weiterhin zögern zu investieren, und das Versprechen eines wirklich integrierten europäischen Finanzmarktes würde theoretisch bleiben. Die weiteren Überlegungen zu den Aspekten komplexe Produkte, Risiken, Hemmschwellen und Unsicherheit abbauen, Fehlentscheidungen vermeiden und finanzielle Entscheidungen an langfristigen Zielen auszurichten, finden Sie unten anbei.

RIS: Abschluss der technischen Verhandlungen zum Retail Investment Package

Am 16.3. wurden die technischen Verhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament und dem Rat der EU über das Retail Investment Package (RIS, Kleinanleger-Richtlinie) abgeschlossen. Dieser Schritt ebnet den Weg für die Ratifizierung der interinstitutionellen Vereinbarung durch beide Institutionen. Im Anhang finden Sie eine Analyse durch das FECIF-Rechtsbüro und vorab die Vier-Spalten-Dokumente zur PRIIPs‑Richtlinie und PRIIPs‑Verordnung, die sich auf die gestrigen finalen technischen Verhandlungen beziehen.

2 Konsultationen zur EU-Taxanomie

Veröffentlicht am Samstag, 21. März 2026, 23:05
2 Konsultationen zur EU-Taxanomie

Die Europäische Kommission hat heute zwei öffentliche Konsultationen zu Entwürfen delegierter Verordnungen gestartet, die die Überarbeitung der Kriterien der EU‑Taxonomie betreffen – dem Klassifizierungssystem für nachhaltige wirtschaftliche Tätigkeiten. Die Frist für die Einreichung von Stellungnahmen endet am 14. April 2026. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und die Info, wie Sie daran teilnehmen können, finden Sie unten anbei.

Kommissarin leitet erstes Treffen der nationalen Botschafter für Finanzbildung

Gestern leitete die EU-Kommissarin für Finanzdienstleistungen sowie für die Spar- und Investitionsunion, Maria Luís Albuquerque, das erste virtuelle Treffen der nationalen Botschafter für Finanzbildung. Dieses Treffen fand im Rahmen der Europäischen Strategie zur Stärkung der finanziellen Bildung statt, die am 30. September 2025 angenommen wurde.

EIOPA-Konsultation zur Datenerhebung in den Versicherungs- und Rentensektoren

Die Europäische Versicherungsaufsichtsbehörde EIOPA hat eine öffentliche Konsultation gestartet, um Rückmeldungen von Stakeholdern zu Ineffizienzen, Überschneidungen und Inkonsistenzen in den regulatorischen Melde- und Offenlegungspflichten sowie zu möglichen Lösungen einzuholen. Die Frist für die Einreichung von Beiträgen ist der 10. Juni 2026. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und die Dokumente finden Sie unten anbei.

ESMA-Schlussfolgerungen zur „Kleinanleger-Reise“ (Retail Investor Journey)

Ziel dieses „Call for Evidence“ (CfE) ist es, Rückmeldungen von Interessenträgern zu sammeln, um besser zu verstehen, wie Kleinanleger mit Anlagedienstleistungen interagieren und ob regulatorische oder nicht-regulatorische Hürden eine Beteiligung an den Kapitalmärkten behindern könnten. Eine Analyse des Fecif-Rechtsbüro finden Sie unten anbei.

Spar- und Investitionsunion (SIU): Debatte im EU-Parlament

Heute fand in der Plenarsitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg eine Debatte über die Spar- und Investitionsunion statt, mit besonderem Fokus auf die Notwendigkeit, die Integration der Kapitalmärkte zu beschleunigen. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und kurze Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen finden Sie unten anbei.

Amtsblatt EU: Delegierte VO zu AIFMD und UCITS-Richtlinie veröffentlicht

Wir möchten Sie darüber informieren, dass heute zwei delegierte Verordnungen im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurden, die die Richtlinie über die Verwaltung alternativer Investmentfonds (Richtlinie (EU) 2011/61) sowie die OGAW‑Richtlinie (Richtlinie 2009/65/EG) ergänzen. Alle Details dazu unten anbei.

Amtsblatt EU: Delegierte Verordnung zur MiFIR veröffentlicht

Heute wurde eine Delegierte Verordnung zur Ergänzung der Markets in Financial Instruments Regulation (MiFIR, Verordnung (EU) Nr. 600/2014) im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Sie tritt am 3. Tag nach Veröffentlichung in Kraft. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und die delegierten Verordnungen finden Sie unten anbei.

AMLA startet 3 Konsultationen zu Kunden-Identifizierung bzw. Bekämpfung Geldwäsche

Wir möchten Sie darüber informieren, dass die neue Geldwäsche-Aufsicht, kurz AMLA (Abkürzung für Anti-Money Laundering Authority) drei öffentliche Konsultationen zu Entwürfen technischer Regulierungsstandards (RTS) gestartet hat (Kunden-Due-Diligence, Bekämpfung der Geldwäsche). Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und die Information, wie man daran teilnehmen kann, finden Sie unten anbei.

Solvency-2 im Amtsblatt: Delegierte VO und Durchführungsverordnung

Wir möchten Sie darüber informieren, dass heute die delegierte Verordnung (EU) 2026/269 sowie die Durchführungsverordnung (EU) 2026/349 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurden. Beide Verordnungen stehen im Zusammenhang mit der Richtlinie 2009/138/EG über die Aufnahme und Ausübung der Versicherungs- und Rückversicherungstätigkeit (Solvabilität II). Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und die Dokumente finden Sie unten anbei.

EIOPA-Leitlinien zum aufsichtsrechtlichen Überprüfungsverfahren

Am 13. Februar hat die EIOPA überarbeitete Leitlinien zum aufsichtsrechtlichen Überprüfungsverfahren sowie zur Behandlung von Markt- und Kontrahentenrisikoexposures unter der Standardformel veröffentlicht.
Die Überarbeitungen sollen die Solvency‑II‑Reform widerspiegeln, indem bestehende Vorschriften präzisiert und gestrafft werden. Gleichzeitig wird der Anwendungsbereich erweitert, um aufkommende Risiken besser abzudecken. Details unten anbei.

Kommission: Konsultation zu Gebühren für Validierung von Pro-forma-Modellen

Bitte beachten Sie, dass die Europäische Kommission eine öffentliche Konsultation zu einem Entwurf eines delegierten Rechtsakts eingeleitet hat, der die Verordnung (EU) Nr. 648/2012 über OTC‑Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister ergänzt. Details dazu finden Sie unten anbei. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro finden Sie unten anbei.

Konsultation zur Vereinfachung des Prospekts gemäß Listing Act und Prospekt-VO

Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Konsultation zu einem Entwurf einer delegierten Verordnung eingeleitet, die die Verordnung (EU) 2017/1129 über den Prospekt ergänzt, der zu veröffentlichen ist, wenn Wertpapiere der Öffentlichkeit angeboten oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassen werden. Die Frist für die Einreichung von Stellungnahmen endet am 11. März 2026. Eine Analyse durch das Fecif-Büro und den Link zur Konsultation finden Sie unten anbei.

Solvency-2: Konsultation zu Anpassungen in Naturkatastrophenversicherung

Heute hat EIOPA eine öffentliche Konsultation zur aufsichtsrechtlichen Behandlung von Anpassungsmaßnahmen im Rahmen von Solvency II gestartet. Der Schwerpunkt liegt dabei insbesondere auf dem Zusammenspiel zwischen Risikominderung und Kapitalanforderungen in der Naturkatastrophenversicherung (NatCat). Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und die Links zu den Konsutlationspapieren finden Sie unten anbei.

Ein geschäftiges, wegweisendes Jahr für die europäische Agenda im Finanzdienstleistungssektor

In ihrem Leitartikel analysiert Vania Franceschelli, FECIF Chairperson, die großen EU-Projekte, die im Vorjahr auf den Weg gebracht wurden und heuer mit der Umsetzung starten. Sie spricht von „einer außergewöhnlich dichten politischen Agenda im Bereich Finanzdienstleistungen (worin auch der Versicherungsbereich inkludiert ist). Stichworte dazu sind etwa Savings and Investments Union (SIU), Maßnahmen betreffend Zusatzpensionen (pension gap), Integration der Kapitalmärkte und Adaption bei der nachhaltigen Finanzierung. Zusammen werden diese Initiativen einen Großteil der regulatorischen Debatten und Umsetzungsarbeiten im kommenden Jahr prägen.

Im folgenden Editorial geht sie kurz auf die einzelnen Vorhaben ein. Eine gewisse Skepsis kann man durchaus herauslesen, besonders dann, wenn der „Verdacht entsteht“, dass man vielleicht mit weiterer Regulierung oder „regulatorischem Redesign“, „standardisierten Lösungen“ die Rolle der Berater und Vermittler am Markt reduzieren möchte. Das Editorial zum Nachlesen finden Sie unten anbei.