Kategorie IDD (IMD-2)

Digitale Resilienz wird Pflicht und zur Überlebensfrage (besonders) für KMU.

Neue EU‑Vorgaben wie DORA, NIS2, der AI Act und FiDA verschärfen die Anforderungen an IT‑Sicherheit, Prozesse und Dokumentation massiv. Auch kleine Finanz‑ und Versicherungsbetriebe sind betroffen – oft indirekt über Lieferketten und Geschäftsbeziehungen zu Banken und Versicherern. Den Fachbeitrag der beiden AFPA-Lotsen Mag. Novotny und Mag. Zikulnig können Sie unten nachlesen.

Solvency-2: Konsultation zur Verkürzung der EIOPA-Leitlinien

Die Europäische Versicherungsaufsicht (EIOPA) hat eine öffentliche Konsultation zu ihrem Vorschlag gestartet, 13 Leitlinien unter Solvency II – die insgesamt 294 Einzel‑Leitlinien umfassen – zu verkürzen. Ziel ist es, die Regulierung zu vereinfachen und den administrativen Aufwand zu verringern. Die Frist für die Einreichung von Stellungnahmen endet am 8. Juli 2026. Die Unterlagen dazu finden Sie unten anbei.

FIDA: Non-Paper der Kommission für Abschluss Trilogsverhandlungen

Anbei übersenden wir Ihnen das Non-Paper der Europäischen Kommission zu den Optionen für den Abschluss der Trilogverhandlungen über den vorgeschlagenen Rechtsakt zum Zugang zu Finanzdaten (Financial Data Access Regulation – FiDA), das uns zur Verfügung gestellt wurde. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und das neue Dokument finden Sie unten anbei.

ECON: Meinungsaustausch Richtlinie zur Stärkung betriebliche Altersversorgung (IORP II)

Heute führte der Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) einen Meinungsaustausch über den Vorschlag für eine Richtlinie zur Stärkung des regulatorischen Rahmens für die betriebliche Altersversorgung (IORP II) durch. Der Berichterstatter betonte die Notwendigkeit, angesichts demografischer Herausforderungen die Altersvorsorgesysteme der zweiten und dritten Säule zu stärken. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und die wichtigsten Aussagen finden Sie unten anbei.

ECON: Anhörung zur Rolle von Pensionsfonds und Versicherern auf den Kapitalmärkten

Anfang April fand im Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) des Europäischen Parlaments eine öffentliche Anhörung zur Rolle von Pensionsfonds und Versicherern auf den Kapitalmärkten statt. Die Mitglieder des ECON-Ausschusses hörten Stellungnahmen von Expertinnen und Experten der EIOPA, von Drittorganisationen sowie aus dem Versicherungssektor. Dies bot Gelegenheit zum Meinungsaustausch und zur Gewinnung von Erkenntnissen im Vorfeld der künftigen legislativen Arbeiten zum Paket für ergänzende Altersvorsorge (Supplementary Pensions Package). Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und die wichtigsten Aussagen der politischen Parteien finden Sie unten anbei.

FECIF-Stellungnahme zur PEPP-Revision

Die FECIF-Stellungnahme wurde im Netzwerk erstellt, um an der Konsultation der Europäischen Kommission zu Änderungsvorschlägen für das paneuropäische private Altersvorsorgeprodukt (PEPP) teilzunehmen. Das ist ein Teil des umfassenderen Pakets für Zusatzrenten, das darauf abzielt, demografische Herausforderungen und Entwicklungen am Arbeitsmarkt zu bewältigen, indem betriebliche und private Altersvorsorgesysteme gefördert werden, die das Renteneinkommen diversifizieren, Lücken in den staatlichen Pensionen schließen und die finanzielle Sicherheit stärken. Die Stellungnahme und eine kurze Zusammenfassung finden Sie unten anbei.

Compliance wird zum Tagesgeschäft. Was Finanz- & Versicherungsberater jetzt brauchen.

Die Regulierungsflut im Finanz- und Versicherungsvertrieb trifft vor allem kleine Unternehmen. Was früher mit Hausverstand und Aktenordner funktionierte, erfordert heute saubere Dokumentation, digitale Prozesse und rechtliche Präzision. Besonders im Schadensfall zeigt sich, wie wichtig professionelle Unterstützung und strukturierte Abläufe sind. Viele, besonders KMU, stoßen hier an ihre Grenzen.

Die Lösung liegt zunehmend in Kooperationen, Verbünden und modernen Ökosystemen, die Infrastruktur, Rechts- und Schadenkompetenz sowie IT‑Sicherheit bündeln. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen durch neue EU‑Regelwerke wie DORA, NIS2, KI‑Regulierung und bald FiDA.

Nachlese Webinar „Haftungen“, Mag. Novotny, 18.3.26

Am Mittwoch den 18. 3. gab Mag. Stephan Novotny, ein auf Versicherungs- und Datenschutz spezialisierter Rechtsanwalt, ein kompaktes Update zum Haftungsrecht: Haftung von Beratern und Vermittlern, Unternehmen und deren Geschäftsführung, sowie Produkthaftung mit Schwerpunkt Produkthaftung für KI-Systeme. Das Video des Webinars und den Vortrag von Mag. Novotny können Sie unten herunterladen.

ESMA: Bericht zu Kosten und Performance von Retail-Anlageprodukten in der EU

ESMA, die Europäische Wertpapieraufsicht hat heute ihren Marktbericht 2025 zu den Kosten und der Performance von Retail‑Anlageprodukten in der Europäischen Union veröffentlicht. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und die Berichte finden Sie unten anbei.

Solvency-2 im Amtsblatt: Delegierte VO und Durchführungsverordnung

Wir möchten Sie darüber informieren, dass heute die delegierte Verordnung (EU) 2026/269 sowie die Durchführungsverordnung (EU) 2026/349 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurden. Beide Verordnungen stehen im Zusammenhang mit der Richtlinie 2009/138/EG über die Aufnahme und Ausübung der Versicherungs- und Rückversicherungstätigkeit (Solvabilität II). Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und die Dokumente finden Sie unten anbei.

AVISO 18.3. Mag. Novotny: Haftungsrecht & neue Produkthaftung für KI und Software

Am Mittwoch den 18. 3. startet die AFPA-Webinar-Serie:
IDD-Lotse Mag. Stephan Novotny, auf Versicherungs- und Datenschutz spezialisierter Rechtsanwalt, gibt ein kompaktes Update zum Haftungsrecht: Haftung von Beratern und Vermittlern sowie Produkthaftung mit Schwerpunkt Produkthaftung für KI-Systeme.

Weitere Details unten anbei. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung per Mail an gw@afpa.at
Wann? 18. 3., 8:30 – 9:30 Uhr.

EIOPA-Bericht zur Einführung von KI im Versicherungssektor

Am 2. Februar veröffentlichte die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) einen Bericht über die Einführung von Generativer KI im europäischen Versicherungssektor. Der Bericht basiert auf Rückmeldungen von 347 Unternehmen aus 25 Ländern. Er hebt die rasche Verbreitung von Gen‑AI hervor: Fast zwei Drittel der Unternehmen nutzen die Technologie bereits aktiv, auch wenn viele noch in der Proof‑of‑Concept‑Phase sind, was auf eine kontrollierte Einführung mit erheblichem Wachstumspotenzial für die Zukunft hinweist. Den Bericht finden Sie unten anbei.

ECON: Diskussion zu Initiativbericht zur finanziellen Allgemeinbildung

Heute fand im Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) des Europäischen Parlaments die Erörterung des Entwurfs eines Initiativberichts über finanzielle Allgemeinbildung mit dem Titel „Finanzielle Allgemeinbildung und der Aufstieg von Finanz-Influencern im Kontext der Spar- und Investitionsunion“ sowie der dazugehörigen Änderungsanträge statt. Der unverbindliche Bericht, verfasst von MdEP Lidia Pereira (EVP, PT), zielt darauf ab, die finanziellen Kompetenzen der europäischen Bürgerinnen und Bürger durch einen koordinierten und inklusiven Ansatz zu stärken und die wachsende Rolle der Finanz‑Influencer („finfluencers“) zu thematisieren. Die Berichterstatterin hob die breite fraktionsübergreifende Unterstützung sowie das gemeinsame Bewusstsein für die strategische Bedeutung finanzieller Allgemeinbildung für die EU hervor. Eine Analyse der wichtigsten Punkte durch das Fecif-Rechtsbüro finden Sie unten anbei.

Ein geschäftiges, wegweisendes Jahr für die europäische Agenda im Finanzdienstleistungssektor

In ihrem Leitartikel analysiert Vania Franceschelli, FECIF Chairperson, die großen EU-Projekte, die im Vorjahr auf den Weg gebracht wurden und heuer mit der Umsetzung starten. Sie spricht von „einer außergewöhnlich dichten politischen Agenda im Bereich Finanzdienstleistungen (worin auch der Versicherungsbereich inkludiert ist). Stichworte dazu sind etwa Savings and Investments Union (SIU), Maßnahmen betreffend Zusatzpensionen (pension gap), Integration der Kapitalmärkte und Adaption bei der nachhaltigen Finanzierung. Zusammen werden diese Initiativen einen Großteil der regulatorischen Debatten und Umsetzungsarbeiten im kommenden Jahr prägen.

Im folgenden Editorial geht sie kurz auf die einzelnen Vorhaben ein. Eine gewisse Skepsis kann man durchaus herauslesen, besonders dann, wenn der „Verdacht entsteht“, dass man vielleicht mit weiterer Regulierung oder „regulatorischem Redesign“, „standardisierten Lösungen“ die Rolle der Berater und Vermittler am Markt reduzieren möchte. Das Editorial zum Nachlesen finden Sie unten anbei.

Termine der AFPA Events 2026

Auch heuer wird es neben dem AFPA Marktdialog eine Reihe von Webinaren geben, mit denen wir Sie bei der Erfüllung Ihrer gesetzlichen Pflichten unterstützen. Stichworte dazu: KI, Digitalisierung, DORA, NIS2, FIDA, Datenschutz und Cybersicherheit. Weiters Omnibus, Geldwäsche, Nachhaltigkeit, EU-Haftungsregelung neu, etc.
Bitte TERMINE gleich notieren! Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen aus Ihrem Haus!

AFPA Arbeitsschwerpunkte 2026/27

Am 22. 1. stimmte sich der AFPA-Marktbeirat über die AFPA-Prioritäten des Jahres 2026 ab. Über allem steht weiterhin das Ziel, sich für den Erhalt selbständiger Versicherungsvermittlung und Finanzberatung in Österreich einzusetzen. Dabei orientieren wir uns an den Arbeitsprogrammen von EIOPA, ESMA, EBA und der Europäischen Kommission. Stichworte dazu: KI, Digitalisierung, DORA, NIS2, FIDA. Weiters Omnibus, SolvencyII, MiCAR, EU-Haftungsregelung neu, protection gaps etc. Weitere Details unten anbei.

Reform des PEPP, getarnt als etwas Harmloses

In seinem Leitartikel für FECIF reflektiert Martin Klein (VOTUM-Geschäftsführer und stellvertretender Vorsitzender des FECIF-Vorstands) über die PEPP-Reform als eine verpasste Chance zur Vereinfachung des Rahmens. Er stellt fest, dass der Vorschlag zusätzliche regulatorische Komplexität schafft, während er es versäumt, die schwache Marktdurchdringung des Produkts zu beheben. Denn: Nach sechs Jahren bieten zur nur zwei Nischenanbieter in der Slowakei und Zypern derzeit ein PEPP an. Sein Editorial zum Nachlesen finden Sie unten anbei.

EIOPA: 7 Konsultationen zur Umsetzung der IRRD

Veröffentlicht am Samstag, 13. Dezember 2025, 18:31
EIOPA: 7 Konsultationen zur Umsetzung der IRRD

Heute hat die EIOPA 7 Konsultationen zu Instrumenten eröffnet, die für die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Versicherungsunternehmen (Insurance Recovery and Resolution Directive, kurz IRRD) erforderlich sind. Dazu gehören Entwürfe für Leitlinien und technische Standards zu Sanierungsplanung, vereinfachten Pflichten sowie zur Unabhängigkeit von Bewertern im Abwicklungsverfahren. Die Frist für die Einreichung von Stellungnahmen endet am 20. März 2026. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und die Informationen zur Konsultation finden Sie unten anbei.

Kommission: 2 Konsultationen zu PEPP und IORP-II

Die Europäische Kommission hat 2 öffentliche Konsultationen gestartet, um Feedback zu zwei Rechtsakten einzuholen, die am 20. November 2025 im Rahmen des Pakets für Zusatzrenten angenommen wurden: Dem Legislativvorschlag zur Änderung der Verordnung über das paneuropäische private Altersvorsorgeprodukt (PEPP) sowie dem Vorschlag zur Änderung der IORP-II-Richtlinie (Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung II). Die Frist für die Einreichung von Beiträgen endet am 27. Januar 2026. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und den Link zum Dokument finden Sie unten anbei.