Kategorie Kapitalmarktunion

Analyse Programm der irischen Präsidentschaft

Das übergeordnete Ziel der sechsmonatigen Amtszeit besteht darin, die Fähigkeit der Europäischen Union zu stärken, auf geopolitische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Herausforderungen zu reagieren. Dies soll durch die Umsetzung der „One Europe, One Market Roadmap“, die fortgesetzte Unterstützung der Ukraine, die Stärkung des Binnenmarkts und der europäischen Wettbewerbsfähigkeit sowie die Fortschritte bei den Verhandlungen über den neuen mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2028–2034 erreicht werden. Welche Prioritäten und welche Projekte verfolgt werden, erfahren Sie unten.

Rat der EU nähert sich Einigung zur PEPP-Reform

Laut Presseberichten hat der Rat der Europäischen Union eine vorläufige Einigung über den Vorschlag der Europäischen Kommission zur Reform des paneuropäischen privaten Pensionsprodukts (PEPP) erzielt, das Sparern helfen soll, ihre Alterseinkünfte zu ergänzen. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro finden Sie unten anbei.

FECIF-Positionspapier zum EU-Zusatzrenten-Paket

Das Dokument wurde mit dem Ziel erarbeitet, eine solide und kohärente Grundlage für die externe Positionierung der FECIF sowie für die bevorstehenden institutionellen Gespräche mit EU‑Stakeholdern im Rahmen der breiteren Debatte über Zusatzrenten, langfristiges Sparen und die Spar‑ und Investitionsunion zu schaffen.
Das Dokument finden Sie unten anbei.

Durchgesickertes Programm der irischen Präsidentschaft

Heute teilen wir vorab den durchgesickerten Entwurf des Programms der irischen Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union, die am 1. Juli 2026 ihr Amt antreten wird. Der Entwurf zeigt unter den bereichsübergreifenden Prioritäten einen starken Fokus auf den mehrjährigen Finanzrahmen 2028–2034 sowie auf regulatorische Vereinfachung (Fortführung und Erweiterung der Omnibus-Pakete), mit besonderer Aufmerksamkeit für Wettbewerbsfähigkeit, kritische Infrastruktur und die Reduzierung der administrativen Belastung für Unternehmen. Weitere Details finden Sie unten anbei.

ECON-Ausschuss: Erster Meinungsaustausch mit der Europäischen Kommission zur Überarbeitung des PEPP

Kürzlich fand im ECON-Ausschuss des Europäischen Parlaments ein Meinungsaustausch mit der Europäischen Kommission über den Vorschlag zur Überarbeitung der Verordnung über das Paneuropäische Private Pensionsprodukt (PEPP) statt.
Die Europäische Kommission stellte die Überprüfung des PEPP als Instrument zur Wiederbelebung seiner Nutzung vor, indem es einfacher, digitaler und attraktiver gestaltet wird, mit einem Lebenszyklusansatz und einer ergänzenden Rolle zu den öffentlichen Rentensystemen.
Die Europaabgeordnete Stéphanie Yon-Courtin, Berichterstatterin des Europäischen Parlaments, betonte die Notwendigkeit, Zugänglichkeit, Attraktivität und Kohärenz des PEPP durch Vereinfachung, steuerliche Anreize und größere Transparenz zu stärken. Sie sieht darin ein ergänzendes Instrument zur Bewältigung der Herausforderung der Alterssicherung auf europäischer Ebene.
Die Fraktionen äußerten unterschiedliche Positionen: von Unterstützung für die Überarbeitung mit Forderungen nach größerer Flexibilität und Wahrung der Subsidiarität (EVP), über eine kritischere Haltung mit Forderungen nach weiteren Analysen und Berücksichtigung der Auswirkungen auf öffentliche Systeme (S&D), bis hin zur klaren Ablehnung des Vorschlags aufgrund des wahrgenommenen Risikos einer Privatisierung der Renten (Die Linke). Eine Analyse der unterschiedlichen Positionen der Parteien finden Sie unten anbei.

RIS: Durchgesickerte konsolidierte Fassungen der instituionellen Verhandlungen zum Retail Investment Package

Über unsere institutionellen Kontakte haben wir die durchgesickerten Texte der interinstitutionellen Vereinbarung erhalten, die aus den Trilogverhandlungen zum Paket der Strategie für Kleinanleger (Retail Investment Strategy – RIS) hervorgegangen sind. Das Paket umfasst die RIS-Richtlinie sowie die Überarbeitung der PRIIPs-Verordnung.

FECIF Schreiben an Kommissarin Albuquerque bezüglich Finanzberatung

FECIF und EFPA verfassten ein Schreiben an Kommissarin Albuquerque bezüglich der jüngsten Äußerungen zur Finanzberatung, die im Rahmen der Veranstaltung in Helsinki gemacht wurden.
Darin wird die Bedeutung professioneller Finanzberatung im Zuge der Umsetzung der Savings and Investments Union bekräftigt. Das Schreiben und eine kurze Zusammenfassung finden Sie unten anbei.

Finanzberatung und Finanzbildung müssen gemeinsam voranschreiten

„Finanzbildung vermittelt Bürgerinnen und Bürgern Wissen. Professionelle Beratung übersetzt dieses Wissen in Entscheidungen, die zu ihrem Leben passen. Beides ergänzt sich – und keines kann das andere ersetzen.“

Die europäische Politikagenda im Bereich Finanzdienstleistungen war selten so bedeutend wie heute. Die Spar- und Investitionsunion nimmt Gestalt an, der Schutz von Kleinanlegern wird neu gestaltet, und die Frage, ob normale Bürgerinnen und Bürger sinnvoll an den Kapitalmärkten teilnehmen werden, wird gerade in Echtzeit beantwortet. Die entscheidende Rolle spielen Finanzbildung und professionelle, kompetente Beratung. Das Editorial finden Sie unten anbei.

Die Rolle von Finanzbildung und Beratung: Wichtigste Erkenntnisse aus der FECIF-Veranstaltung

Fecif veranstaltete in Brüssel eine Veranstaltung mit dem Titel „Financial Advice for Europe’s Future: Empowering Citizens to Save, Invest and Retire“.
Dabei kamen Vertreter der EU-Institutionen und wichtige Branchenakteure zusammen, um zu diskutieren, wie die Beteiligung an den Kapitalmärkten gestärkt werden kann.

Zentrale Erkenntnis? Finanzberatung ist entscheidend, um Ersparnisse in langfristige Investitionen umzuwandeln.

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen und einen Link zur Video-Aufzeichnung finden Sie unten anbei.

Zwischenbericht zu Verhandlungen zur PEPP-Revision

Während die Verhandlungen im Rat der EU über die Überprüfung des paneuropäischen privaten Pensionsprodukts (PEPP) weiterlaufen berichten Pressequellen nach einer gestrigen Arbeitsgruppensitzung zu dem Gesetzgebungsvorschlag, dass das wichtigste offene Thema weiterhin die Einführung einer verpflichtenden Anlageberatung für PEPP‑Abschlüsse ist. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro finden Sie unten.

ESMA: Aufruf zur Stellungnahme zur Struktur der europäischen Aktienmärkte

ESMA, die Europäische Wertpapieraufsicht hat einen Aufruf zur Stellungnahme („Call for Evidence“) veröffentlicht. Gegenstand ist eine Analyse der Entwicklung des Handels in europäischen Aktienmärkten im Zeitraum 2022–2025, basierend auf Transaktionsmeldedaten gemäß der MiFIR-Verordnung (EU) Nr. 600/2014. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und die Dokumente für die Teilnahme finden Sie unten anbei.

EP: Annahme Bericht zur Finanzbildung, „Finfluencer“ im Kontext zur Spar- und Investitionsunion (SIU)

Heute hat das Plenum des Europäischen Parlaments den Initiativbericht (INI) mit dem Titel „Finanzbildung und der Aufstieg von Finfluencern im Kontext der Spar- und Investitionsunion“ angenommen. Der von der Europaabgeordneten Lídia Pereira (EVP, Portugal) ausgearbeitete Bericht wurde mit 502 Stimmen dafür, 46 dagegen und 42 Enthaltungen angenommen.

Der Bericht – rechtlich nicht bindend – schlägt Mindeststandards zur Regulierung von „Finfluencern“ vor, um Betrug und irreführende Online-Werbung zu verhindern. Gleichzeitig soll die Rolle der Plattformen gestärkt und die Finanzbildung gefördert werden, damit Bürgerinnen und Bürger Risiken erkennen und fundierte Investitionsentscheidungen treffen können. Eine Analyse und Stellungnahmen der diversen Parteien durch das Fecif-Rechtsbüro finden Sie unten anbei. 

Fahrplan zu „Ein Europa, Ein Markt“ bis Ende 2027

Wir möchten Sie darüber informieren, dass die Europäische Kommission eine gezielte Konsultation zur Wettbewerbsfähigkeit des EU‑Bankensektors gestartet hat. Die Frist für die Einreichung von Stellungnahmen endet am 19. April 2026. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro folgt unten anbei.

Update zum Stand der FiDA

Nachfolgend finden Sie ein Update zum aktuellen Stand der Verhandlungen über die Verordnung zum Zugang zu Finanzdaten (Financial Data Access Regulation – FiDA), basierend auf jüngsten Gesprächen und Rückmeldungen aus den Mitgliedstaaten. Mehr Details dazu und eine Analyse der Einstellung der einzelnen Mitgliedsstaaten finden Sie unten anbei.

Digitale Resilienz wird Pflicht und zur Überlebensfrage (besonders) für KMU.

Neue EU‑Vorgaben wie DORA, NIS2, der AI Act und FiDA verschärfen die Anforderungen an IT‑Sicherheit, Prozesse und Dokumentation massiv. Auch kleine Finanz‑ und Versicherungsbetriebe sind betroffen – oft indirekt über Lieferketten und Geschäftsbeziehungen zu Banken und Versicherern. Den Fachbeitrag der beiden AFPA-Lotsen Mag. Novotny und Mag. Zikulnig können Sie unten nachlesen.

Solvency-2: Konsultation zur Verkürzung der EIOPA-Leitlinien

Die Europäische Versicherungsaufsicht (EIOPA) hat eine öffentliche Konsultation zu ihrem Vorschlag gestartet, 13 Leitlinien unter Solvency II – die insgesamt 294 Einzel‑Leitlinien umfassen – zu verkürzen. Ziel ist es, die Regulierung zu vereinfachen und den administrativen Aufwand zu verringern. Die Frist für die Einreichung von Stellungnahmen endet am 8. Juli 2026. Die Unterlagen dazu finden Sie unten anbei.

FIDA: Non-Paper der Kommission für Abschluss Trilogsverhandlungen

Anbei übersenden wir Ihnen das Non-Paper der Europäischen Kommission zu den Optionen für den Abschluss der Trilogverhandlungen über den vorgeschlagenen Rechtsakt zum Zugang zu Finanzdaten (Financial Data Access Regulation – FiDA), das uns zur Verfügung gestellt wurde. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und das neue Dokument finden Sie unten anbei.

ECON: Meinungsaustausch Richtlinie zur Stärkung betriebliche Altersversorgung (IORP II)

Heute führte der Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) einen Meinungsaustausch über den Vorschlag für eine Richtlinie zur Stärkung des regulatorischen Rahmens für die betriebliche Altersversorgung (IORP II) durch. Der Berichterstatter betonte die Notwendigkeit, angesichts demografischer Herausforderungen die Altersvorsorgesysteme der zweiten und dritten Säule zu stärken. Eine Analyse durch das Fecif-Rechtsbüro und die wichtigsten Aussagen finden Sie unten anbei.